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* 20.11.1880
† 11.03.1945 |
Clemens
Högg wurde am 20. November 1880 im württembergischen Bad Wurzach
geboren und erlernte das Schmiedehandwerk. 1911 gründete er
die Neu-Ulmer SPD als selbständige Sektion. 1916/17 leistete
er Arbeitsdienst bei der Firma MAN in Augsburg. Von 1919 bis 1920
war er Bürgermeister von Neu-Ulm und für die Sozialdemokraten
im bayer. Landtag. In dieser Zeit bereitete er mit anderen die dann
1922 gegründete Neu-Ulmer und Augsburger Arbeiterwohlfahrt
vor. In diesem Jahr zog er mit seiner Familie nach Augsburg, der
Stadt, in der er bereits seit 1919 politisch aktiv war.
Schon
1920 wurde er dort zum stellvertretenden Augsburger SPD-Parteivorsitzenden
gewählt und zum hauptamtlichen Bezirkssekretär für
Schwaben bestimmt. Ab 1922 war er Vorsitzender der Augsburger
Arbeiterwohlfahrt und ab 1924, bis zur Machtübernahme
der Nazis 1933, übte er das Landtagsmandat für die Stimmkreise
Augsburg II und Illertissen aus.
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Vom 2. März bis Anfang Juni 1933 war er im Gestapo-Gefängnis
„Katzenstadel“ inhaftiert. Nach seiner Entlassung wurde
auf ihn in seiner Wohnung in der Metzstraße 37 in Pfersee
am 19. Juni 1933 durch zwei SS-Leute ein Attentat verübt. Im
August 1933 wurde er ins KZ Dachau eingeliefert und von dort im
Oktober 1934 entlassen. Bis zu seiner Verhaftung am 22. September
1939 war er in Verbindung mit der Widerstandsgruppe Revolutionäre
Sozialisten. Auf Betreiben eines ehemaligen stadtbekannten SS-Mannes,
Hans Loritz, der inzwischen SS-Lagerleiter im KZ Oranienburg-Sachsenhausen
war, wurde er in dieses KZ verschleppt und einer „Spezialbehandlung“
(1 1/2 Jahre Bunker, ein Zementgewölbe in dem man nicht aufrecht
stehen und gehen konnte) unterworfen. Clemens Högg erblindete
langsam, ein Bein mußte amputiert werden. Kurz vor Befreiung
des KZ wird er mit anderen im Viehwaggon im März 1945 ins KZ
Bergen-Belsen gebracht. Wie und wann er vor dem Eintreffen der Alliierten
starb ist nicht bekannt. |
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Gedenkstein Westfriedhof |
AWO-Schwaben gedenkt ihrem ehemal. Vorsitzenden (2009) |
Strassenschild in Augsburg-Pfersee |
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Literatur:
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Münzenrieder,
Heinz (AWO): Zum 50. Todestag von Clemens Högg. Augsburg 1995
• Münzenrieder,
Heinz: Clemens Högg 1880-1945. Sozialdemokratischer Widerstandskämpfer.
In: Haberl, Wolfgang (Hg.): Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben.
Weissenhorn 2004.
(http://www.konrad-verlag.de/biographie/Einzeldarstellungen/Biog-478.html)
• Wikipedia:
>>
Namensgebung:
Clemens Högg Haus— Das Clemens-Högg-Haus bietet Betreuungsplätze Wohn- und Lebensraum mit Tagesstrukturierung für psychisch kranke Menschen AWO
Schwaben |
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