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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) - Kreisvereinigung Augsburg
Stand:

23.11.2014

VVN/BdA Augsburg Höllenreiner Hugo

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 Zeitzeugen und Opfer des Nationalzozialismus

 Höllenreiner Hugo




geboren 15.9.1933 in München

SWR-Sendung am 1. März 2007
"Wir haben doch nichts getan..."
Der Völkermord an den Sinti und Roma
Die Zeitzeugen: Hugo Höllenreiner

"Als Hugo Höllenreiner 1933 in München Giesing geboren wird, scheint die Bedrohung durch den Nationalsozialismus noch fern: Der Vater ist Wehrmachtsoldat, die Schwester stolz auf ihre BDM-Uniform. Das ändert sich schlagartig im November 1941. Die Familie wird ins "Zigeunerlager" Auschwitz- Birkenau deportiert. Dort erlebt Hugo grauenvolle Dinge: die Gaskammern und Mengeles Experimente. Was ihn überleben lässt ist der Zusammenhalt der Familie. Im Sommer 1944 werden sie weitertransportiert: von Ravensbrück über Mauthausen nach Bergen-Belsen. In Ravensbrück werden Mutter und Tanten zwangssterilisiert, der Vater gelangt nach Sachsenhausen, wo er den Krieg nur knapp überlebt. Am 15. April 1945 werden Höllenreiners von der britischen Armee befreit.
Hugo Höllenreiner hat erst vor wenigen Jahren begonnen, über die Zeit im KZ zu reden. Heute geht er als Zeitzeuge in Schulklassen. Es kostet ihn Überwindung, aber er will den Jugendlichen vermitteln, was es heißt, Opfer von Rassismus zu werden." (http://www.swr.de/geschichte/archiv/2007/03/01/beitrag.html)

Sinto Hugo Höllenreiner erzählt in der Waldorfschule Hammerschmiede az 2.5.08 >>

Veranstaltung mit Hugo Höllenreiner am 11.7.2007 im Rathaus:
Sinto Hugo Höllenreiner, der die brutalen medizinischen Experimente des KZ-Arztes Mengele überlebte berichtete über seine erschütternde Geschichte. In seiner Kindheit mußte er eine nicht mehr steigerungsfähige Brutalität von "Menschen" gegen sich und andere erfahren. Unsere Hochachtung gegenüber Hugo Höllenreiner, der immer wieder die Kraft findet seine Geschichte den Nachgeborenen zu erzählen. Grauenvolle Erlebnisses die wir keinem Menschen wünschen im Kampf ums nackte Überleben. Sein Appell an uns "laßt es nicht mehr soweit kommen, dass dies nochmal passiert". Seine in Buchform vorliegende Lebensgeschichte sollte als Pflichtliteratur in den Schulen eingeführt werden und von jedem Erwachsenen gelesen werden.



Familienfoto 1941

Hugo Höllenreiner bei der Einweihung des Mahnmals an die Opfer des KZ Arztes Mengele

Bericht in verdi-publik >>

Hugo_Mano Auf der VVN- Landesmitgliederversammlung 2013 wurden Hugo (links) und Mano (rechts) Höllenreiner geehrt und der runde Geburtstag gefeiert.

Literatur:
Tuckermann Anja: "Denk nicht, wir bleiben hier". Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner. München 2005 (Deutscher Jugendbuchpreis 2006)
Römer Gernot: Hugo und Lilly Höllenreiner in: Es gibt immer zwei Möglichkeiten..., Augsburg 2000 S. 182-85

Ehrungen:
Auszeichnung mit dem "Austrian Holocaust Memorial Award" am 2.5.2013 im Jüdischen Museum in München >>
Auszeichnung mit der Medaille "München leuchtet" in Silber Oktober 2014

Weitere Informationen:
- SWR.de Sendung 1.3.2007 >>
- Die Zeit 16.3.06 >>
- Deutscher Jugendliteraturpreis 2006 >>
- Besuch im Sailer-Gymnasium Dillingen 2006 >>
- Wiesbadener Kurier 19.10.05 >>
- Mengele-Mahnmal-AZ 09-03-2005 >>
- Pressebericht zur Mahnmaleinweihung 2005 >>
- Wochenzeitschrift Freitag 7.5.04 >>

"1990 war eine der wenigen Gemeinsamkeiten in Deutschland eine allgemeine Abneigung gegen die Zigeuner. Die Toleranz in der Bevölkerung für diese Menschen ist sehr gering und die verallgemeinernden Äußerungen sind als beschämend zu bezeichnen." Hintergründe zur Sinti und Roma >>


Augsburg im Umgang mit Sinti und Roma:

In der langen Geschichte der Verfolgung, der Ausgrenzung und der noch immer vorherrschenden Vorurteile gegen Sinti und Roma hat auch Augsburg seinen Platz: Beschluss des Reichstags zu Augsburg 1500 >>
Die Geschichte in Augsburg von 1933 bis heute muss erst noch geschrieben werden. Z.B. der Inhalt in der Aussage "der kommt ja aus dem Fischerholz".