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Zeitzeugen und Opfer des Nationalzozialismus
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* 1933 in München
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SWR-Sendung
am 1. März 2007
"Wir haben doch nichts getan..."
Der Völkermord an den Sinti und Roma
Die Zeitzeugen:Hugo Höllenreiner
"Als Hugo Höllenreiner 1933 in München Giesing geboren
wird, scheint die Bedrohung durch den Nationalsozialismus noch fern:
Der Vater ist Wehrmachtsoldat, die Schwester stolz auf ihre BDM-Uniform.
Das ändert sich schlagartig im November 1941. Die Familie wird
ins "Zigeunerlager" Auschwitz- Birkenau deportiert. Dort
erlebt Hugo grauenvolle Dinge: die Gaskammern und Mengeles Experimente.
Was ihn überleben lässt ist der Zusammenhalt der Familie.
Im Sommer 1944 werden sie weitertransportiert: von Ravensbrück
über Mauthausen nach Bergen-Belsen. In Ravensbrück werden
Mutter und Tanten zwangssterilisiert, der Vater gelangt nach Sachsenhausen,
wo er den Krieg nur knapp überlebt. Am 15. April 1945 werden
Höllenreiners von der britischen Armee befreit.
Hugo Höllenreiner hat erst vor wenigen Jahren begonnen, über
die Zeit im KZ zu reden. Heute geht er als Zeitzeuge in Schulklassen.
Es kostet ihn Überwindung, aber er will den Jugendlichen vermitteln,
was es heißt, Opfer von Rassismus zu werden."
(http://www.swr.de/geschichte/archiv/2007/03/01/beitrag.html) |
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Sinto Hugo Höllenreiner erzählt in der Waldorfschule Hammerschmiede az 2.5.08 >>
Veranstaltung mit Hugo Höllenreiner am 11.7.2007 im Rathaus:
Sinto Hugo Höllenreiner, der die brutalen medizinischen
Experimente des KZ-Arztes Mengele überlebte berichtete über
seine erschütternde Geschichte. In seiner Kindheit mußte
er eine nicht mehr steigerungsfähige Brutalität von "Menschen"
gegen sich und andere erfahren. Unsere Hochachtung gegenüber
Hugo Höllenreiner, der immer wieder die Kraft findet seine
Geschichte den Nachgeborenen zu erzählen. Grauenvolle Erlebnisses
die wir keinem Menschen wünschen im Kampf ums nackte Überleben.
Sein Appell an uns "laßt es nicht mehr soweit
kommen, dass dies nochmal passiert". Seine in Buchform
vorliegende Lebensgeschichte sollte als Pflichtliteratur in den
Schulen eingeführt werden und von jedem Erwachsenen gelesen
werden.

Familienfoto 1941
Hugo
Höllenreiner bei der Einweihung des Mahnmals an die Opfer des
KZ Arztes Mengele

Bericht in verdi-publik >>
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| Literatur:
Tuckermann
Anja: "Denk
nicht, wir bleiben hier". Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo
Höllenreiner. München 2005 (Deutscher Jugendbuchpreis
2006)
Weitere
Informationen:
Wochenzeitschrift Freitag 7.5.04 >>
Die Zeit 16.3.06 >>
Wiesbadener Kurier 19.10.05 >>
Deutscher Jugendliteraturpreis 2006 >>
SWR.de Sendung 1.3.2007 >>
Mengele-Mahnmal-AZ 09-03-2005 >>
Besuch im Sailer-Gymnasium Dillingen 2006 >>
Pressebericht zur Mahnmaleinweihung 2005 >>
"1990 war
eine der wenigen Gemeinsamkeiten in Deutschland eine allgemeine
Abneigung gegen die Zigeuner. Die Toleranz in der Bevölkerung
für diese Menschen ist sehr gering und die verallgemeinernden
Äußerungen sind als beschämend zu bezeichnen."
Hintergründe
zur Sinti und Roma >>
Augsburg
im Umgang mit Sinti und Roma:
In
der langen Geschichte der Verfolgung, der Ausgrenzung und der noch
immer vorherrschenden Vorurteile gegen Sinti und Roma hat auch Augsburg
seinen Platz: Beschluss des Reichstags zu Augsburg 1500 >>
Die Geschichte in Augsburg von 1933 bis heute muss erst noch geschrieben
werden. Z.B. der Inhalt in der Aussage "der kommt ja aus dem
Fischerholz".
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