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* 27.12.1902
in Oberhausen
† 17.5.1933
im KZ Dachau
erschossen |
Zunächst Beschäftigung als Bauhilfsarbeiter in der Papierfabrik Haindl (Augsburg), später Bauarbeiter.
Er wurde Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes und der KPD. Als aktiver Gewerkschafter auch im Betriebsrat bei Thosti (Augsburg). Als hauptamtlicher Funktionär der Partei wurde er in den Augsburger Stadtrat gewählt.
Hausmann übernahm 1932 die Funktion Beimlers als Leiter des KPD-Unterbezirks Augsburg. Für diese Aufgabe war er 1 Jahr lang in der Sowjetunion geschult worden.
Als die Übergriffe auf die KPD erfolgten, versteckte er sich bei seinem Genossen Wilhelm Kienzle in der Billerstraße. Als er am 25.3. 1933 dessen Haus verließ, wurde er auf offener Straße verhaftet und ins KZ Dachau gebracht.
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Grabplatte auf dem Westfriedhof |
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Am 17.5.1933, so meldete es jedenfalls die linientreue Presse (1), hätte Hausmann bei Außenarbeiten einen Fluchtversuch unternommen und sei dabei – nach mehrmaligem Anruf durch den Wachposten – erschossen worden. In Wahrheit hatte ihn ein durch seine Grausamkeit bereits vorher aufgefallener SS-Scharführer, Karl Ehmann, in eine Fichtenschonung befohlen und dort aus weniger als 30 cm Entfernung erschossen. Seine Frau, die sich zu dem Zeitpunkt ebenfalls in Schutzhaft befand, wurde freigelassen und der SS-Mann wurde des Mordes angeklagt (1933 war dies noch möglich!) - der Prozeß wurde nicht zu Ende geführt.
(1) Augsburger Postzeitung, 21.5.1933
Literatur
• Filser, Karl; Hans, Thieme (Hg.): Hakenkreuz und Zirbelnuß. Augsburg im Dritten Reich, Gondrom-Verlag 1993
• Geschichtswerkstatt Augsburg e.V.: Nicht Stadt, nicht Dorf. Leben und Arbeiten in Pfersee, AV-Verlag 1994
Bildbericht und Originalreden
• Kranzniederlegung zum 70. Todestag am 17.5.2003 >>
• Anni Pröll zum 70. Todestag von Leonhard Hausmann an dessen Grabstein – Westfriedhof 17.5.2003 >>
• Johanna Corniels 17.5.2003 >>
Namensgebung
Leonhard-Hausmann-Str. in Augsburg Pfersee
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