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7.11.1936
† 18.6.2006
| Am 7.11.1936 wurde „Hanna“, wie sie von ihren Freunden genannt wurde, geboren. Ihr Vater war Maler (Karl Kunz) in Augsburg, die Mutter Historikerin. Als Hanna geboren wurde, war ihr Vater bereits aus der Kunstgewerbeschule Burg Giebichstein entlassen worden, seine Kunst galt als „entartet“. Die Mutter war schon einmal von der Gestapo verhaftet worden - wegen Fluchthilfe für ihren jüdischen Professor. Die elterliche Situation, der untergehende deutsche Faschismus prägten Hannas gesamtes Leben. 1978 wanderte sie nach Amerika aus. Ihre Erfahrungen in der dortigen Frauen- und Friedensbewegung formten ihre politischen Einstellungen, die sie zwanzig Jahre später nach Augsburg mitbrachte. Die Augsburger Geschichte im Dritten Reich und der politische Widerstand gegen die Nazidiktatur waren ein Schwerpunkt ihrer Aktivitäten. Aus einem schier unermesslichen Fundus geschichtlichen Wissens schöpfend, war sie die Initiatorin eines alternativen Stadtrundgangs in Augsburg. Trotz schwerer Krankheit führte sie noch im April diesen Jahres Interessierte zu den Gedenkorten des politischen Widerstands. „Beispiele von Frauenleben im 3. Reich“ war das Thema Ihrer letzten Veranstaltung im April an der Volkshochschule. Ihr Frauenleben steht uns als Beispiel und Vorbild einer couragierten Antifaschistin, die wie viele andere eine Lücke hinterlässt. Diese gilt es auszufüllen.
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Nelken für ermordete WiderstandskämpferInnen Johanna
als Leiterin des Stadtrundgangs
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Weitere
Informationen
- Nachruf
Forum Augsburg >>
- Rede zum Ostermarsch 2004 >>
- Johanna Corniels: Militärischer Widerstand im 3. Reich. Warum haben die Verschwörer
so lange gezögert, das Attentat durchzuführen? >>
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Interview
mit Johanna Corniels 2001 pdf-Datei >>
Literatur
Edith Findel, Irene Löffler, Schmucker Anne (Hrsg.): Augsburger Frauenlexikon. Augsburg 2006. S.35
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