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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) - Kreisvereinigung Augsburg
Stand: 28.07.2014
VVN-BdA Kaufbeuren

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 Informationen aus Kaufbeuren und Umgebung
 (Beiiträge, Informationen, Bilder werden gerne entgegengenommen)

17.7.2014: Das Gedenken an das Opfer Konstantin M. auf dem Tänzelfest endet mit Platzverweis

Am Jahrestag der Tat, dem 17. Juli, sollte dem Opfer gedacht und der Behauptung eine »sinnlose Sauferei und Prügelei« sei Ursache des »Todesfalls« widersprochen werden. Der Sicherheitsdienst des Festes versuchte dies zu unterbinden. Die Polizei erteilte den Aktivisten Platzverweise. weiter lesen >>

Securities bedrängen Antifaschisten (?) rh

Militante Neonazis in Thüringen - Aber doch nicht im Allgäu?!
Dienstag, 22.04.2014, 18 Uhr - Vortrag und Diskussion
Kolping Bildungswerk, Adolph-Kolping-Str. 2a, Kaufbeuren
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18.10.2013: THIS SHOW WON'T GO ON! Demo gegen Rassismus
184 Tote sind 184 zu viel
Ca. 150 Teilnehmer kamen zum Hauptbahnhof in Kaufbeuren, um gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu demonstrieren. Video >>
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19.07.2013: Totschlag mit rassistischem/rechtsextremistischen Hintergrund
36-Jähriger wegen V.a. Totschlag in Haft genommen.
Dieser war mit einer siebenköpfigen Gruppe aus Thüringen (22 - 53 Jahre) auf dem Tänzelfest in Kaufbeuren unterwegs. Um Mitternacht 18.7 auf 19.7. provozierten sie drei Spätaussiedler mit ausländerfeindlichen Sprüchen, es kam zu einer Schlägerei. Eine andere Gruppe, hierunter auch ein 34-jähriger aus Kasachen stammender Kaufbeurer kam zu dem Geschehen. Auch diese Gruppe wurde provoziert. Der 36-Jährige schlug ohne Ankündigung auf den Kasachen ein. Dieser stürzte wohl und verletzte sich so schwer, dass er nach Reanimation doch verstarb.
Das Allgäu online 19.7.2013 >>
AZ-Onlne: 19.7.2013 >>
Aida Archiv >>
SZ 20.7.2013 >>
20.7.13: Ca. 500 KaufbeurerInnen habe sich an einem Schweigemarsch zum Gedenken an das Opfer der tödlichen Attacke am Tänzelfest beteiligt.

28.12.2012 Das neue Vorstandsteam des Kreisverbands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Kaufbeuren wird sich auch mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigen und plant im Frühjahr eine Veranstaltung zum Thema.

9.11.2011: Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht 1938
Wie in jedem Jahr, rief der DGB in Kaufbeuren zum Gedenken an die Reichspogromnacht auf. Ein Fackelzug bewegte sich vom Parkplatz zur Gedenkstätte Steinholz. Diese erinnert an ein Arbeitslager, in dem 472 Menschen ums Leben kamen. Der Abteilungsleiter im DGB Bayern, Mario Patuzzi sprach zum Thema: "Rechtspopulismus bekämpfen". Die Jugend-Theatergruppe "Salzstreuer" zeigte ihre Ausstellung: "Es war auch hier".

9.11.2010: Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht 1938 - Der DGB Kreisverband Kaufbeuren in Zusammenarbeit mit der Kaufbeurer Initiative für Frieden, internationalen Ausgleich und Sicherheit KIFIAS und der Ortsgruppe von Amnesty International erinnerte an die Ausschreitungen gegen Juden in der Reichspogromnacht von 1938. Gedenkansprache: Barbara Lochbihler
Einladungsflyer >>

2010: Tänzelfest lockte auch fragwürdige Besucher an.
Das Kaufbeurer Tänzelfest sollte ein fröhliches Fest der Brauchtumspflege und des Miteinanders sein.
Leider war auffällig, dass sich immer wieder Neonazis aus der Deckung wagten, um sich offen mit ihren Szene Klamotten (Thor Steinar, LONSDALE, etc) unter die Leute zu mischen.
Unter dem Deckmantel der Brauchtumspflege wollten sie Präsenz zeigen, und ihre Ideologie unter die Leute bringen.
Wir werden uns diesem Treiben aktiv entgegen stellen, und weiterhin jegliche Provokation der Nazis zur Anzeige bringen.
Wir fordern:
•  NPD Verbot endlich durchsetzen .
Eine Partei, die Ideologisch im dritten Reich zuhause ist, ist in unserer demokratischen Gesellschaft fehl am Platz.
•  Verbot aller faschistischen Organisationen. Potsdamer Abkommen endlich durchsetzen.
In diesem Abkommen, bestimmten die Siegermächte nach dem zweiten Weltkrieg das verbot der NSDAP und aller ihr nahestehenden Organisationen . Daher gehören "Freie Kameradschaften" "Nationale Sozialisten" usw. mit ihren Menschenfeindlichen Ansichten auf den Kothaufen der Geschichte.
•  Zivilcourage im Kampf gegen rechts.
Antifaschistische Demonstrationen und Blockaden dürfen nicht kriminalisiert und behindert werden. Nazis zu Blockieren ist unser Recht.
Wir fordern alle Kaufbeurer auf, dem Treiben der Nazis nicht tatenlos zuzusehen.
Zeigt Zivilcourage, meldet faschistische Übergriffe, Provokationen und Propagandadelikte umgehend der Polizei.

 Erinnerungsorte
Außenlager KZ-Dachau Lager Riederloh II

An das Lager Riederloh II - auch als Steinholz bekannt - erinnert heute eine KZ-Friedhof (Info >>). Das Lager bestand aus vier Wohnbaracken, einer Lagerküche, Waschräume und eine Unterkunft für das SS-Lagerpersonal. Insgesamt waren dort ca 1300 jüdische KZ-Häftlinge (meißt aus Polen und Ungarn)

   
Auf dem Gedenkstein zu lesen:
"Brudergrab von 472 jüdischen Häftlingsopfern des nazischen Arbeitslagers in Riederloh bei Kaufbeuren"

Weiter Informationen:
Zur Geschichte >>
wikipedia >>

Reste der ehemaligen Dynamit AG im Norden von Neugablonz

Die ehemalige Fabrik wurde ab 1939 in Waldgebiet Kaufbeuren-Hart zur Produktion von Munition für die deutsche Kriegswirtschaft aufgebaut. Zwangsarbeiter aus dem Lager Riederloh wurden dort eingesetzt. Einige Trümmerreste erinnern heute noch an die Fabrik.
Nach dem Krieg siedelten sich dort sudetendeutsche Vertriebene aus dem Gebiet Gablonz an der Neiße an. Der heutige Name Neugablonz gründet sich darauf. Ein Vertriebenen-Denkmal in Neugablonz erinnert an die letzten Opfer des NS Regimes.

Ein Hinweisschild zu den Zwangsarbeiter oder Wegweiser zum KZ-Friedhof findet sich nicht.

Heil-und-Pflegeanstalt Irsee

In der Zeit der NS-Gewaltherrschaft wurden dort etwa 2000 als psychisch krank eingestufte Kinder, Frauen und Männer dem "Euthanasie"-Tötungs-Programm zugeführt.

am Gräberfeld der ehem. Zweiganstalt des Nervenkrankenhauses Kaufbeuren findet sich ein Denkmal für Euthanasieopfer in Irsee.
Seit 2008 erinnern am Kloster Irsee drei "Stolpersteine" an ehemalige Opfer u.a. an Ernst Lossa der in Augsburg geboren und 2009 eine Straße in Augsburg nach ihm benannt wurde.

Denkmal für Opfer des Nationalsozialismus in Kaufbeuren


Das Denkmal wurde am 9.11.2008 eingeweiht und findet sich auf der Grünfläche vor dem Jugendzentrum an der Schraderstraße. Es symbolisiert drei Opfergruppen des Nationalsozialismus in Kaufbeuren (Juden, Zwangsarbeiter und Euthanasie-Opfer). Ein Denkort auch für die anderen Opfergruppen fehlt bisher.

Initiert wurde es von einer Kaufbeurer Schülergruppe "Die Salzstreuer". Die Gruppe wurde 2006 am Kaufbeurer Jakob-Brucker-Gymnasium gegründet. Die Homepage ist auf Stand von 2008. homepage >>

 

Aufnahme 2011 

Zwangsarbeit in Kaufbeuren

Ab dem 23.5.1944 wurde das KZ-Dachau-Außenlager Kaufbeuren erwähnt. Die durchschnittlich ca. 300 Häftlinge wurden zur Zwangsarbeit eingesetzt. Z.B. bei BMW, Formholz Gesellschaft Kaufbeuren.
Untergebracht waren sie in einem Fabrikgebäude einer Spinnerei.

In Kaufbeuren-Hart (heute Neugablonz) befand sich die Fabrik Dynamit AG. Auch hier waren ab 1943 Zwangsarbeiter aus dem Außenlager Riederloh I und II eingesetzt.